So wurden Berichte aus dem Marktgemeinderat mit dem Bürgermeister abgestimmt. Es führte sogar in nichtöffentlicher Sitzung zu der für die Fraktionen im Marktgemeinderat peinlichen Situation, daß zu veröffentlichende Presseartikel abgesprochen werden sollten. Ein Vorgang, der mehr als tief blicken läßt, was sich in den letzten Jahren in der Öffentlichkeitsarbeit für den Bürger in Bad Endorf geändert hat.
Herr Busch hat sich weit von einer unabhängigen Pressearbeit entfernt, outet sich immer mehr als Pressereferent seines Mentors, Herrn Bürgermeister Hofstetter, so mal wieder geschehen im OVB-Artikel „Neuer Fremdenverkehrsservice im Kiosk“.
Es wurden angebliche Fakten, die dem Berichterstatter unter anderem im privaten Gespräch mit dem Bürgermeister mitgeteilt wurden, zu einem Artikel im Sinne des Bürgermeisters umfunktioniert, der mit der Wirklichkeit wenig gemein hat.
So wurde berichtet, der Personalstand der Kurverwaltung sei in den letzten Jahren um eine Stelle gekürzt worden. Tatsache ist, und dies haben alle Fraktionen dem Bürgermeister in nichtöffentlicher Sitzung klar gemacht, daß der auf Wunsch des Bürgermeisters vor anderthalb Jahren eingestellte Ortsreferent zur Verstärkung für die Aufgaben im Kur- und Fremdenverkehrsamt und nicht als persönlicher Referent des Bürgermeisters eingestellt wurde.
Herr Busch hat des weiteren vergessen, daß auch er zusätzlich als freier Mitarbeiter für die Innovationssteigerung im Kur- und Fremdenverkehr engagiert wurde. Des weiteren wurde durch Herrn Marktgemeinderat Krug ein Angebot eingebracht, durch Kooperation das bestehende Personal zu schulen und durch Praktikanten zu verstärken. Völlig unterschlagen hat der doch sonst so gut unterrichtete Schreiber, daß Bürgermeister Hofstetter als einziger gegen seinen eigenen Antrag (neuer Kurservice im Bahnhofskiosk) gestimmt hat.
Daß die Personaldecke für die neue Innovation Fremdenverkehr dünn ist, das ist allen Fraktionen klar. Aber als verantwortungsbewußte Haushälter gab es für die Marktgemeinderäte keinen anderen Weg, den Fremdenverkehr zu stärken und zusätzlich neue Wege anzugehen, ohne den ohnehin schon angeschlagenen Gemeindehaushalt weiter zu belasten, als auf weitere Personalverstärkung zu verzichten. Hier ist kreative Arbeit notwendig, wie es der Marktgemeinderat beschlosssen hat. Es genügt nicht, wie von Herrn Bürgermeister Hofstetter und dem Berichterstatter gefordert, nach weiterer, nicht finanzierbarer Personalaufstockung zu rufen.
Haushalt und gemeindliche Finanzen scheinen für Herrn Busch, den Herausgeber vom „Endorfspiegel“, ein „spanisches Dorf“ zu sein.
Wenn er in seinem Bericht von „editorial“ meinen Beitrag im „Endorfer“: Haushalt – Spiegel der Kommunalpolitik, in dem die nüchternen Fakten und Zahlen sowie die unausweichlichen Folgerungen dargestellt werden, als „polemischen Rundumschlag“ bezeichnet, darf er sich nicht wundern, wenn er als sachlich und fachlich fundierter Berichterstatter, als der er gelten will, nicht ernst genommen werden kann.
Ich kann Herrn Busch für die Zukunft im Interesse unabhängiger Presseberichterstattung nur empfehlen, sich an seinen Vorgängern in der Kommunalberichterstattung Herrn Madl und Herrn Bomba sowie dem „Endorfer“ ein Beispiel zu nehmen. Diese hatten und haben bei den Bürgern und allen Parteien wegen ihrer seriösen und unabhängigen Berichterstattung hohe Wertschätzung .